Sprache

de fr en
Home   Kontakt   Sitemap   Login
 

«Es muss schnell gehen, sonst geht gar nichts mehr!» Sport-, Kultur- und Eventschaffende appellieren an die Politik

Die Schweizer Sport-, Kultur- und Eventbranche hat an einer
Podiumsdiskussion im Berner Theater National auf ihre schwierige Lage aufmerksam gemacht. Prominente Exponenten machten dabei klar: Einigt sich das Parlament in der laufenden Herbstsession nicht auf ein Covid-19-Gesetz, welches der Notlage der Veranstaltungsbranche ausreichend Rechnung trägt, sind tausende Betriebe und Arbeitsplätze in Gefahr.


Die Coronakrise trifft die Sport-, Kultur- und Eventbranche mit voller Härte. Wie weitreichend die Folgen sein werden, wenn sich die Politik nicht rechtzeitig für das befristete Covid-19-Gesetz und damit eine Regelung der Sofortmassnahmen bis Ende 2021 entschliesst, wurde an einer Podiumsdiskussion unter dem Patronat von EXPO Event Swiss LiveCom Association, dem Schweizer Verband technischer Bühnen- und Veranstaltungsberufe svbt-astt, der Swiss Music Promoters Association SMPA und des Schweizerische Bühnenverbands deutlich. Die Podiumsteilnehmenden André Béchir – der legendäre Konzertveranstalter hat den Anlass initiiert –, Marc Lüthi, Geschäftsführer der SC Bern Eishockey AG, Schauspieler und Casinotheater-Betreiber Viktor Giacobbo, Musiker Stress, Musik-Managerin Katharina P. Langstrumpf, Messestandbauer Andreas Messerli sowie Nicolas Walser, Direktor der Skynight SA, fanden zum Teil sehr deutliche Worte.


Planungssicherheit, Härtefallregelung und vertrauensbildende Massnamen
«Das wichtigste ist nun Planungssicherheit», führte André Béchir aus. «Als Veranstalter schliessen wir Verträge ab mit Künstlern und verkaufen Tickets, aber der Kanton kann kurzfristig Konzerte verbieten. Mit dieser Unsicherheit sind Grossveranstaltungen nicht durchführbar. Wir brauchen Ausfallentschädigungen für den Fall, dass behördliche Zusagen kurzfristig zurückgezogen werden.» Marc Lüthi ergänzte aus Sicht der Eishockeyklubs, die am 1. Oktober ihren Betrieb wieder aufnehmen
wollen: «Unser Hauptanliegen sind einheitliche Regeln und das offene Ohr der Politik. Wir fordern, dass auch Mitarbeitende mit befristeten Verträgen Kurzarbeit beziehen können und dass für Härtefälle schnell genug Geld fliesst.» Er mahnte mit Nachdruck: «Die Politik darf nicht vergessen, was Sport und Kultur den Menschen geben. Es ist unsere Pflicht, mit guten Schutzkonzepten zu ermöglichen, dass Grossveranstaltungen durchgeführt werden dürfen.»


Auch Messestandbauer Andreas Messerli, dessen Auftragsbücher seit sieben Monaten leer sind, betonte die Wichtigkeit der Härtefallregelung. «Wir waren am 2. März die erste Firma, die Kurzarbeit beantragte. Erst letzte Woche fand in Zürich wieder eine erste Messe statt. Für die nun beschlossene Härtefallregelung sind wir enorm dankbar. Es sollten aber auch Unternehmen, die noch nicht drei Jahre alt sind, profitieren können.» Auch für ihn ist es zentral, dass die Gelder schnell fliessen. «Es muss jetzt sehr schnell gehen für unsere Branche, sonst geht gar nichts mehr!»


«Wir brauchen Kultur, um eine Gesellschaft zu sein», betonte Musiker Stress. «Wenn wir dieses Vertrauen nicht schaffen können, haben wir auch ein Problem für die Zukunft der Kultur in unserem Land. In erster Linie möchte ich als Künstler eigentlich nicht um Unterstützung bitten, sondern ich möchte schlicht und einfach arbeiten können. Wir brauchen eine Sicherheit, dass es weitergehen wird.» Und Musik-Managerin Katharina P. Langstrumpf fügte hinzu: «Im Moment bucht niemand unsere Künstlerinnen und Künstler, weil keiner weiss, in welcher Form Veranstaltungen durchgeführt werden dürfen. Es ist zentral, dass jetzt vertrauensbildende Massnahmen wie Abstand halten, Maskenpflicht und Hygienemassnahmen kommuniziert werden, damit die Menschen wieder den Mut haben, an ein Konzert zu gehen. Erst wenn dieses Vertrauen zurück ist, geht es wieder um Inhalte und es werden wieder Tickets für Konzerte verkauft.»


Begrüssungswerte Annäherung der Räte – einige Forderungen blieben
In der laufenden zweiten Woche der Herbstsession haben National- und Ständerat das Covid-19-Gesetz ein zweites Mal beraten. Dabei haben sich die beiden Räte angenähert. Der Ständerat gab in etlichen Punkten nach und schwenkte auf die für die Eventbranche vorteilhaftere Version des Nationalrats ein. Eugen Brunner, Präsident von EXPO EVENT Swiss LiveCom Association, erklärt: «Wir konnten einige Etappensiege erreichen, insbesondere bei der Erhöhung der Unterstützung im Kulturbereich, der Einführung von A-Fonds-Perdu-Beiträgen bei Härtefällen – hier benötigen wir bis Ende 2021 geschätzte 220 Millionen Franken –, der Weiterführung der Entschädigung des Erwerbsausfalls auch für indirekt Betroffene, der nahtlosen Weiterführung der Entschädigung des Erwerbsausfalls und der Erstreckung dieser bis in den Sommer 2021.» Damit sind aber noch nicht alle Forderungen der Verbände erfüllt. «Wir werden uns weiterhin stark machen für die explizite Nennung der Schwellenwerte bei der Entschädigung des Erwerbsausfalls – 150'000 Franken bzw. 196 Franken pro Tag – sowie der Ausdehnung der Kurzarbeitsentschädigung für Personen in befristeten Arbeitsverhältnissen, einem Lehrverhältnis oder in Temporärarbeit.» Jörg Gantenbein, Pràsident svtb-astt, ergänzt: «Es bleibt das übergeordnete Ziel, Politik, Öffentlichkeit und Wirtschaft davon zu überzeugen, dass mit guten Schutzkonzepten Events stattfinden können und die öffentliche Hand finanzielle Mittel als Hilfestellungen bereitstellt, damit die Unternehmen weiter bestehen können.»


Das aktuelle Forderungspapier der Veranstaltungsbranche zum Covid-19-Gesetz finden Sie hier: http://www.smpa.ch/data/File/dokumente/mm/politische_forderungen_der_veranstaltungsbranche_17.09.20_de.pdf

 

Aufzeichnung der Podiumsdiskussion: https://youtu.be/oXxrf--l8Bo

 


Medienkontakt
Adrian Erni
079 464 64 59
adrian.erni@expo-event.ch
 

 

 

Über die Verbände
Die Verbände der Veranstaltungsbranche umfassen 1’250 Mitglieder, 23'000 Mitarbeiter, 40'000 freiwillige Helfende und erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von 3 Mia. CHF. Ohne finanzielle Unterstützung droht dem Veranstaltungsbereich ab Spätherbst 2020 eine Konkurswelle mit Verlust von vielen Arbeitsplätzen.


Kontakt der Präsidenten und Geschäftsführer aller Verbände:
Stefan Breitenmoser, Swiss Music Promoter, 079 355 05 79, stefan.breitenmoser@smpa.ch
Jörg Gantenbein, svtb-astt, 079 213 115, joerg.gantenbein@svtb-astt.ch
Eugen Brunner, EXPO EVENT Swiss LiveCom Association, 079 355 16 00, eugen.brunner@aroma.ch
Felix Frei, VSSA, 079 301 62 42, freifelix@outlook.com
Roland Küng, Tectum, 041 972 53 53, roland.kueng@hunziker.ag
Roman Steiner, SBV info@theaterschweiz.ch

 

 

Hier geht es zur PDF Version: http://www.smpa.ch/data/File/dokumente/mm/mm_expoevent_svtb_sbv_tectum_vssa_smpa_17.09.20_de.pdf

 

Zurück

News und Aktuelles von der SMPA

Offener Brief an Bundesrat und Vertreter von Kantonen

Sehr geehrte Frau Bundespräsidentin Sehr geehrte Frauen Bundesrätinnen Sehr geehrte Herren Bundesräte Liebe Vertreter der GDK, FDK und VDK Liebe Vertreter von EFV und SECO Liebe Parlamentarierinnen und Parlamentarier Geschät... [mehr]

Taskforce Culture: Der Kultursektor braucht Klarheit und einheitliche Regeln

Der Kultursektor kann nachvollziehen, dass zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie einschneidendere Massnahmen notwendig sind. Diese werdenaber viele Kulturschaffende und Kulturunternehmen endgültig existenziell gefährden. Staatliche Eins... [mehr]

Zahllose Unternehmen und Arbeitnehmende existenziell bedroht: Veranstaltungsbranche kritisiert kantonale Verbotevon Grossveranstaltungen

Die Branchenverbände hadern über die Entscheide diverser Kantonsregierungen, Grossveranstaltungen mit über 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer bis auf weiteres zu verbieten. Die Veranstaltungsbranche fühlt sich in ihrer Haltung insb... [mehr]

Appell zur sofortigen Umsetzung der Härtefall-Massnahmen für Unternehmen der Eventbranche und Schausteller gemäss Art. 12 Covid-19-Gesetz

Das Parlament hat im September im Eiltempo eine Härtefall-Regelung ins COVID-19-Gesetz aufgenommen. Obwohl die Dringlichkeit mehr als gegeben ist, können die Unternehmen aber noch nicht davon profitieren. Das liegt daran, dass der entsprech... [mehr]

NEUE ÄRA FÜR DIE SWISS MUSIC AWARDS

Die Swiss Music Awards finden statt und läuten mit ihrer 14. Ausgabe am Freitag, dem 26. Februar 2021, eine neue Ära ein. Neu wird der grösste private Schweizer TV-Sender 3+ die grösste Musikpreisverleihung der Schweiz übertr... [mehr]

Taskforce Culture: Herbstsession im Zeichen der Kultur

Kulturthemen haben in dieser Session durch das Parlament eine starke und breit abgestützte Rückendeckung erhalten. Die gesellschaftliche Bedeutung des Kulturschaffens ist mehr denn je anerkannt. Erfreuliche Zeichen für die Kulturbranch... [mehr]

«Es muss schnell gehen, sonst geht gar nichts mehr!» Sport-, Kultur- und Eventschaffende appellieren an die Politik

Die Schweizer Sport-, Kultur- und Eventbranche hat an einer Podiumsdiskussion im Berner Theater National auf ihre schwierige Lage aufmerksam gemacht. Prominente Exponenten machten dabei klar: Einigt sich das Parlament in der laufenden Herbstsession ... [mehr]

Anliegen der Veranstaltungsbranche zum Covid-19-Gesetz: sofort und unbürokratisch

- Das Covid-19-Gesetz regelt Sofortmassnahmen bis Ende 2021. - Der Veranstaltungsbranche steht mit ihren Arbeitsplätzen und Betrieben mit dem Rücken zur Wand. - Darum braucht es dringend das befristete Gesetz, welches die Grundlagen regel... [mehr]

Taskforce Culture: Die wichtigsten Anliegen der Schweizer Kulturbranche zum Covid-19-Gesetz

1.    Es ist richtig und wichtig, dass Kultur im Covid-19-Gesetz geregelt (bleibt) > denn im Kulturbereich ist kein Normalbetrieb in Sicht (Art. 8) 2.    Die vorgesehenen Gelder für Ausfallentschädigunge... [mehr]

Positionspapier: Trotz Lockerung kaum Grossveranstaltungen in Sicht – Hoffnung auf Covid-19-Gesetz

Auflagen und Bewilligungsprozess behindern (Gross-)Anlässe weiterhin – Zeit für eine Kehrtwende und für eine kulturfreundliche Ausgestaltung des Covid-19-Gesetzes   Die Veranstaltungsbranche gehört zu den am schnell... [mehr]

Über SMPA

Bereits 1991 haben sich die grössten Schweizer Veranstalter von Konzerten, Shows und Festivals zum Branchenverband SMPA zusammengeschlossen. Die SMPA-Mitglieder setzen rund 80% der in der Schweiz verkauften Konzert-, Show- und Festivaltickets ab. Sie organisieren jährlich rund 1'900 Veranstaltungen verschiedenster Art mit fast 5.5 Millionen Besuchern, verpflichten dafür gesamthaft fast 3'200 Künstlerinnen und Künstler und setzen direkt 382 Millionen Franken um.

Veranstaltungen unserer Mitglieder

DAS ZELT: Bliss - Volljährig

DAS ZELT, Alpenquai, Luzern

DAS ZELT: Philipp Fankhauser – Let Life Flow Tour

DAS ZELT, Alpenquai, Luzern

ABGESAGT: DAS ZELT: Singing Voices - Gospelchor Feel the Spirit

DAS ZELT, Alpenquai, Luzern

Lisa Feller - Ich komm' jetzt öfter!

Volkshaus Zürich

Bülent Ceylan

Volkshaus Zürich

DAS ZELT: Comedy Club 20

DAS ZELT, Alpenquai, Luzern

DAS ZELT: Helga Schneider

DAS ZELT, Alpenquai, Luzern

Bülent Ceylan

Volkshaus Zürich

Bülent Ceylan

Volkshaus Zürich

DAS ZELT: Oropax – Testsieger am Scheitel.

DAS ZELT, Alpenquai, Luzern
Alle Inhalte © 2009 SMPA Swiss Music Promoters Association
powered by phpComasy